Scham nach Frank Wedekinds Frühlings Erwachen

Ins Schweizerdeutsche übertragen von Katrin Zimmermann & Ensemble

Regie: Matthias Mooij
Bühne: Jean-Marc Desbonnets
Kostüme: Ursula Leuenberger
Musik: Andi Döbeli
Thomas Frey
Dramaturgie: Uwe Heinrich
Regieassistenz: Katharina Wiss
Licht: Brad Decker
 
Schauspielerinnen: Lucien Haug (Melchior)
Marco Jenni (Moritz)
Hans Jürg Müller (vermummter Herr)
Annina Polivka (Wendla)
Andrea Scheidegger (Ilse)
Nina Wagner (Martha)
 
Premiere: 6.2.2010 - im jungen theater basel auf dem Kasernenareal

Die 1890/91 von Frank Wedekind geschriebene "Kindertragödie" ist für den holländischen Regisseur Matthias Mooij der Ausgangspunkt für eine Untersuchung zum Thema Scham und Pubertät. Ab Februar 2010 wird die Inszenierung im jungen theater basel auf dem Kasernenareal zu sehen sein.

Melchior glaubt genauso wenig an Gott, wie an Selbstlosigkeit und Liebe. Wendla findet ihn trotzdem anziehend. Für sie ist das Leben ein Spiel. Daran ändert auch ihr vierzehnter Geburtstag nichts. Auch wenn sie plötzlich die Blicke der anderen ganz anders auf sich spürt. Ihre Freundin Martha wiederum bekommt anderes zu spüren, wenn die Eltern zum Beispiel nicht einverstanden sind mit dem, was sie an ihr sehen. Und wenn man langsam erwachsen wird, gibt es halt was zu sehen. Diese Veränderungen bemerkt auch Moritz. Doch er hat zunächst einmal Probleme in der Schule und ganz und gar keine Lust, sich mit noch einem weiteren Problem zu beschäftigen - denn irgendwie scheint das Frühlings Erwachen hauptsächlich problematisch zu sein. Sonst würde man ja offen über all das Neue reden können. Aber da ist eine Scham, die auch die schamlose Ilse nicht wegbekommt. Plötzlich wandelt sich alles in bitteren Ernst - von Spiel kann keine Rede mehr sein.

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Inszenierungsfotos

Zum Prozess der Aneignung der Thematik des Stückes gehört es auch, dass sich alle SpielerInnen mit schambehafteten Situationen aus ihrem Leben beschäftigen.