S'chunnt scho guet von Mats Wahl

Origantitel: Försök ett besök.
Nach der Übersetzung aus dem Schwedischen ins Deutsche von Dirk H. Fröse
ins Schweizerdeutsche übertragen vom Ensemble der SpielerInnen.

Regie / Choreographie: Tabea Martin / Matthias Mooij
Musik: Andi Döbeli / Thomas Frey
Bühne: Jean-Marc Desbonnets
Kostüme: Mirjam Egli
Dramaturgie: Uwe Heinrich
Regieassistenz: Simone Lappert
 
Schauspielerinnen: Kewan - Alireza Bayram
Alice - Anna König
Lina - Elena Manuel
Nette - Mia Sanchez
 
Premiere: Samstag 17.03.2007 | 20.00 Uhr

Nette ist allein. Ihre Mutter amüsiert sich seit Wochen auf Gran Canaria. Niemand kümmert sich um sie. Nachdem sie fünf Wochen lang nicht in der Schule erschienen ist, macht sich eine junge Vertretungslehrerin auf, um sie zu besuchen. Sie will herauszufinden, warum Nette nicht kommt und mit ihr über die Zukunft reden.

Der schwedische Autor Mats Wahl ist vor allem durch seine Kriminalromane bekannt. In diesem Stück gibt es wenig kriminelle Energien. Vielmehr stellt er die Frage: Gibt es überhaupt Gründe, um am Leben draussen teilzunehmen? Oder ist es nicht viel besser, sich drinnen gut einzurichten?


Presse

Hallo, es geht um Ihre Zukunft!

"Die Teenager ... könnten auch aufsässige Schüler sein, die an einem verregneten Nachmittag eine Wohnung auf den Kopf stellen. Dass der laute Trash der bewegungsreichen Inszenierung ihre leisen Töne immer wieder überdröhnt, erscheint konsequent in einer Zeit, die ihre Jugend mit Idealvorstellungen zukleistert und sie gleichzeitig haltlos im Raum schweben lässt. Gesamtnote: gelungen." Maike von Schwamen, Basler Zeitung, 21.03.07

Keiner ist wie ich

"Das Stück ... wurde von den jugendlichen Schauspielern ins Schweizerdeutsche übersetz und erhält damit einen unmittelbaren Bezug zu den jungen Spielern. Nur die Lehrerin spricht zunächst gepflegtes Hochdeutsch. Sie ist auch die einzige ausgebildete Schauspielerin. Die Jugendlichen stammen dagegen aus dem scheinbar unerschöpflichen Fundus an neuen Talenten aus den Theaterkursen des jungen theaters basel.

Die Choreographien funktionieren weitgehend nicht als eigenständige Szenen, sondern versuchen sich in einer Umsetzung des zuvor oder währenddessen Gesagten. Zusammen mit der emotionslosen Musik entsteht so ein Gefühl von Hilflosigkeit gegenüber dieser scheinbar unnötig vergeudeten Energie. Würden sie doch etwas sinnvolles machen. Und dort liegt der eigentliche Kern des Stückes. Neben Torsten, der das drohende Einbrechen der Realität repräsentiert ... versuchen sich die jungen Leute verzweifelt in positiven Lebensentwürfen. Dabei ist beeindruckend, wie beispielsweise das kindliche Verlangen nach Süssigkeiten auf Vorstellungen von Mutterschaft trifft."
Tumasch Clalüna, Basellandschaftliche Zeitung, 19.03.07

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