UNTENRUM

Theater fürs Klassenzimmer von Suna Gürler und Uwe Heinrich

Eine Stückentwicklung des jungen theater basel

UNTENRUM
Regie:
Dramaturgie:
SchauspielerInnen:

Premiere:

30. April. 2011

Vorstellungen im jungen theater basel:
18

Gastspiele:

Linz

Drei SchülerInnen müssen einen Vortrag über Sexualität ausarbeiten. Weil eine von ihnen aber noch Jungfrau ist, beschliessen sie, ihr die nötigen Erfahrungen zu verschaffen. Jeden Abend ziehen sie los und jeden Morgen kommen sie völlig übernächtigt, aber aufgedreht in die Schule. Doch jetzt ist Schluss. Sie fliegen raus und sollen sich im Nachbarzimmer beruhigen. Nebenan sitzt aber auch eine Schulklasse und versucht, sich auf den Unterricht zu konzentrieren – was natürlich nicht mehr geht, wenn die drei krakeelend ins Zimmer stürzen und von ihren Erlebnissen berichten.

Das Stück basiert auf Interviews mit jungen Frauen. Die Grundsituation des Stückes korrespondiert mit der Entstehung der Aufführung. Das Produktionsteam hat zahllose Interviews mit jungen Frauen durchgeführt. Da aber die daraus abgeleiteten Figuren unmöglich die Vielfalt der Meinungen und Erfahrungen repräsentieren können, ist der Umgang mit den Interviews auch währen der Vorstellung nahezu verpflichtend. Denn natürlich wollen wir keine neue Paradigmen in die SchülerInnenhirne pflanzen, sondern versuchen gegen die restriktive Bilderflut anzuspielen.

Ab 16 Jahre / 9. Klasse

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Presseauszüge

Die drei Schauspielerinnen begeistern restlos, sie spielen teilweise sich selbst, spielen aber auch ihre Rolle, sie machen Rollenspiele im Schnellwechsel, sie sind erfrischend selbstironisch, halten laufend den Kontakt mit dem Publikum im Klassenzimmer. Sie bewegen sich unverkrampft vor der Tafel, auf den Tischen, sie haben viel Charme, Unverfrohrenheit und Verve. Die Mischung aus persönlicher Thematik und aus geübtem Spiel ist schlicht unübertrefflich.
Basellandschaftliche Zeitung 02.05.2011

Aufklärung war vorvorgestern. Zu klären gibt es aber auch für die WWW-Generation zwischen Frühlingserwachen und Erwachsenenwerden noch immer verdammt viel. … Das Trio spart, heftigst debattierend, keine Frage aus und streift Ergebnisse eher als es sie findet. Die findet am Ende doch jede und jeder für sich selbst.
Badische Zeitung, 02.05.2011

Aus dem lebendigen Szenario zwischen vertrauter Offenheit und unberührter Prahlerei schölt sich eine sympathische Botschaft heraus: Regeln oder Rezepte für erfüllte Sexualität gibt es nicht … Dass ganz nebenbei auch die eine oder andere Information zum Thema AIDS und Verhütung vermittelt wird, versteht sich von selbst und tut dem rundum komischen Charakter des Abends keinen Abbruch.
Der Sonntag, 01.05.2011

“Untenrum” ist weder Aufklärungsstück noch Schulmädchen-Report. Jede Situation, in der Voyerismus oder altkluge Belehrung entstehen könnte, wird im wahnwitzigen Sprechtempo der drei Darstellerinnen überfahren, kichernd ausgehebelt und hinterfragt. … Gerade im Chaos der Themen und Argumentationen steckt eine Stärke von “Untenrum”.
Basler Zeitung, 02.05.2011