Scham
Ins Schweizerdeutsche übertragen von Katrin Zimmermann & Ensemble
Informationen
Die 1890/91 von Frank Wedekind geschriebene «Kindertragödie» ist für den holländischen Regisseur Matthias Mooij der Ausgangspunkt für eine Untersuchung zum Thema Scham und Pubertät. Ab Februar 2010 wird die Inszenierung im jungen theater basel auf dem Kasernenareal zu sehen sein.
Melchior glaubt genauso wenig an Gott, wie an Selbstlosigkeit und Liebe. Wendla findet ihn trotzdem anziehend. Für sie ist das Leben ein Spiel. Daran ändert auch ihr vierzehnter Geburtstag nichts. Auch wenn sie plötzlich die Blicke der anderen ganz anders auf sich spürt. Ihre Freundin Martha wiederum bekommt anderes zu spüren, wenn die Eltern zum Beispiel nicht einverstanden sind mit dem, was sie an ihr sehen. Und wenn man langsam erwachsen wird, gibt es halt was zu sehen. Diese Veränderungen bemerkt auch Moritz. Doch er hat zunächst einmal Probleme in der Schule und ganz und gar keine Lust, sich mit noch einem weiteren Problem zu beschäftigen – denn irgendwie scheint das Frühlings Erwachen hauptsächlich problematisch zu sein. Sonst würde man ja offen über all das Neue reden können. Aber da ist eine Scham, die auch die schamlose Ilse nicht wegbekommt. Plötzlich wandelt sich alles in bitteren Ernst – von Spiel kann keine Rede mehr sein.
Credits
Spieler*in Wendla Annina Polivka Martha Nina Wagner Moritz Marco Jenni Melchior Lucien Haug Ilse Andrea Scheidegger vermummter Herr Hans Jürg Müller vermummter Herr Oliver Krättli Regie Matthias Mooij Bühne Jean-Marc Desbonnets Kostüme Ursula Leuenberger Musik Thomas Frey Andi Döbeli Dramaturgie Uwe Heinrich Regieassistenz Katharina Wiss Licht Brad Decker
Annina PolivkaSpieler*in Wendla
Nina WagnerSpieler*in Martha
Marco JenniSpieler*in Moritz
Andi DöbeliMusik